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T-City mit Preis für “Corporate Responsibility” ausgezeichnet

Die Deutsche Telekom wurde im Rahmen der „IX Jornadas Internacionales de Benchmarking en Responsabilidad Corporativa“ (Internationale Konferenz zur Bewertung und Vergleichbarkeit von  “Corporate Responsibility”) vom Wirtschaftsverband „Club de Excelencia en Sostenibilidad“ in Tarragona/Spanien mit dem Internationalen Preis für verantwortungsvolles Handeln im Bereich IKT und Nachhaltigkeit für das Projekt  „T-City – Wir leben Zukunft“ ausgezeichnet.

Übergeben wurde der Preis an Luis Neves, dem Vize-Präsideten des Bereichs “Corporate Responsibility”. Neves betonte, dass die positiven Auswirkungen des Projektes, quer durch alle Lebensbereiche einer Stadt, Hoffnung für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft machen. Bemerkenswert sei zudem, dass nicht nur die öffentliche Verwaltung am Projekt partizipiert und profitiert, sondern auch die Bürger entscheidend an der Weiterentwicklung von „T-City“ beitragen.

In diesem Jahr wurden die teilnehmenden Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Projekte zum Thema IKT und Nachhaltigkeit vorzustellen. Neben der Telekom präsentierten Unternehmen wie u.a. Vodafone, BSH und SanMiguel ihre IKT-Projekte zur Reduktion von CO²-Emissionen, der Verbesserung von Produktionsabläufen und der effizienteren Energienutzung.

Während der zweitägigen Konferenz wurde diskutiert und erörtert – unter der Berücksichtigung der Ziele des EU-Projekts „Digital Europe“ – was der Beitrag von IKT zu einem nachhaltigerem Wirtschaften sein kann. Der Austausch von Erfahrungen und die Präsentation von Projekten über das Thema IKT und Nachhaltigkeit standen hierbei im Mittelpunkt mit dem Ziel, die  “Corporate Responsability” und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern und zu unterstützen.

Ausgerichtet wurde die Konferenz vom „Club de Excelencia en Sostenibilidad“, einem Wirtschaftsverband von in Spanien (u.a. Vodafone, BASF, Ericsson) tätigen Unternehmen, die sich zu einem nachhaltigen Wachstum im ökonomischen, ökologischen und sozialen Sinne bekennen.

Ein neuer Blick auf die Stadt

Das Restaurant um die Ecke oder das Hotelzimmer für die nächste Übernachtung im Voraus digital ansehen? Dies ermöglicht das virtuelle Stadtportal „Durch die Stadt”. Das Portal wurde von dem gleichnamigen Marketing-Unternehmen aus Berlin geschaffen und bietet Geschäften, Restaurants, Dienstleistern und Firmen die Möglichkeit zur virtuellen Präsentation.

Auf dem Portal vertreten sind Geschäfte, Firmen und Läden in Berlin, Leipzig und Potsdam. In diesen Städten lassen sich die einzelnen Bezirke sowie deren Kieze auswählen. So kann der Nutzer auf einer Karte verortet sehen, was es in seinem Kiez gibt, und kann eine gut aufbereitete, virtuelle Tour mit einer 360° Ansicht starten.

Das Angebot in den Städten ist unterteilbar in die Kategorien Essen & Trinken, Kunst & Szene, Mode & Shopping, Dienstleistungen, Beauty & Lifestyle sowie Hotel & Tourismus. So finden sich zum Beispiel neben Restaurants, Brauereien und Hotels auch Apotheken, Optiker, Sonnenstudios, Kleidungsgeschäfte, Immobilienentwickler oder Antiquitätenhändler.

Neben dem Rundgang durch die einzelnen Läden oder Lokale enthält das Portal auch jeweils Informationen zu der Adresse und den Öffnungszeiten. Natürlich kann auch der Straßenraum sowie die Umgebung vor den Läden erkundet werden.

Screenshot von http://www.durchdiestadt.de

Screenshot von http://www.durchdiestadt.de

Zusätzliche Features, die den Unternehmen zur Ergänzung ihrer Darstellung angeboten werden, sind die Einbindung von Grundrissen, Google Maps, Detailfotos oder medialen Inhalten in die virtuelle Tour. Seit Kurzem gibt es die virtuellen Rundgänge auch für das iPhone und iPad, so dass ein mobiler Zugriff auf das Portal möglich ist. Ein Video von „Durch die Stadt“ zeigt die Funktionsweise.

Für die Nutzer ermöglicht das Stadtportal einen neuen Blick auf die Stadt und den Stadtraum. Für Geschäfte, Dienstleister oder Restaurants stellt es eine ansprechende Marketingmöglichkeit und Gelegenheit zur Onlinepräsentation dar. Die Nutzer finden auf dem Portal gesammelt wichtige Informationen und die Lage des Geschäfts und können sich im Voraus das Geschäft ansehen. Homepages der Geschäfte oder Einrichtungen bieten natürlich dieselben Informationen möglicherweise noch detaillierter, allerdings können dort in der Regel nur Bilder angesehen werden.

Der virtuelle Rundgang (zum Beispiel durch ein Hotelzimmer oder ein Restaurant) vermittelt dem Kunden dagegen eine Vorstellung über die Größe und Aufteilung des Raums, was von Fotos mitunter nicht so gut möglich ist. Zudem lassen sich durch die zusätzlich angebotenen Features die Rundgänge mit Fotos oder Grundrissen ergänzen.

Für andere Städte gibt es das Angebot auf der Plattform noch nicht, aber vielleicht wird diese Form der Geschäftspräsentation zukünftig flächendeckend in Städten vertreten sein.

Blogging the City

Blogging in the CityAm 12. Mai 2011 wurde, in den schmucken Uferhallen von Berlin Wedding, erstmalig zur Konferenz “Blogging the City – Neue Öffentlichkeiten für Stadt und Architektur” geladen.

Wie beeinflussen die neuen Kommunikations-möglichkeiten des „Web 2.0“, mit deren Implikationen für technische und gesellschaftliche Belange, die Stadtentwicklung und Architektur? Und wie können diese Innovationen einen produktiven und kreativen Nutzen ermöglichen? Die Konferenz ging dieser Frage in drei Sessions nach. Die Blogs des urbano-architektonischen Feldes standen hierbei im Mittelpunkt und sollten einen Einblick in die Potenziale der neuen Medien geben.

Jede der drei Sessions hatte einen eigenen Schwerpunkt. Die Erste erörterte, welche Möglichkeiten durch Architektur- und urbane Blogs geleistet werden können. Um der Antwort dieser Frage näher zu kommen wurden mehrere Blogs vorgestellt und so ein breites thematisches Spektrum abgedeckt. Die Blogs „urbanophil“ und „stadtstadtstadt“ versuchen, gesellschaftlich-kulturelle Aspekte des Urbanen zu vermitteln. Dabei werden auch Möglichkeiten der Begegnung durch Filmabende, Diskussion und Spaziergänge organisiert um eine diskursive Beschäftigung mit dem Topos Stadt zu fördern.

Das Blog „urbanshit“ dokumentiert kreative und gesellschaftskritische Möglichkeiten von Street Art mit der Auseinandersetzung von Stadt. „Architekturvideo“ von Eric Sturm ist eine Plattform – nomen est omen – für Architekturvideos. „Architektourist“ hingegen hat es sich zum Ziel gesetzt, unbeachteten Kleinoden urbaner Architektur eine Bühne zu geben. Internationale Aspekte waren durch die Blogs „the pop up city“ und dem „urban enviromental laboratory“ vertreten.

Nach der Mittagspause folgte in der zweiten Session eine Betrachtung der technischen Seiten der neuen Medien. Eric Sturm präsentierte Möglichkeiten und Potenziale der Nutzung von „Web 2.0“ und „Social Media“ für Architekten. Peter Zeile von der TU Kaiserlautern stellte das Forschungsprojekt „Städtebauliche Methodenentwicklung mit GeoWeb und Mobile Computing“ vor und lüftete einen Blick in die Zukunft des „Web 3.0“, welches sich v.a. durch lokal-geographische Bezüge auszeichnen soll. Wie dies konkret aussehen könnte, wird anhand der sogenannten „augmented reality“ deutlich: mithilfe von Smartphones und der Nutzung von Handykamera und GPS werden dem Nutzer lokal bezogene Informationen übermittelt, woraus sich v.a. für den Tourismusbereich neue innovative Ansätze herausbilden könnten.

Jan-Philipp Exner, ebenfalls von der TU Kaiserlautern, stellte unter anderem ein crime mapping Projekt vor. Die Nutzer der Plattform können so Verbrechen in einem Stadtviertel melden, welche dann auf einer Karte dargestellt werden. Ein Tourist beispielsweise könnte dieses „Fear Square“ nutzen um no go areas auszumachen und betreffende Stadtteile meiden. Weitergehende Konsequenzen dieser Spielart vom „Web 3.0“ bleiben zu diskutieren. Immerhin könnte sich ein solcher Dienst auf Mietpreise und Image eines Quartiers auswirken und wirft die Frage des verantwortungsvollen Handelns des einzelnen Users bei einem solchen Bottom-Up Ansatz auf.

Die dritte Session beschäftigte sich mit neuen Wegen der Kommunikation in der Stadtentwicklung, welchen mit einzelnen Berichten aus der Praxis nachgegangen werden sollte.

Zunächst stellen Peter Fey und Stephan Landau die von ihnen, im Rahmen einer Diplomarbeit, entwickelte App „nexthamburg navigator“ vor. Mithilfe der App können in Hamburg Gebäude, Architekturen, Orte innerhalb mehrerer Kategorien bewertet werden. Der zweite Vortrag dieser letzten Session wurde von Matthias von Herrmann, Pressesprecher von Stuttgart 21, gehalten. Von Herrmann präsentierte das Blog „bei-abriss-aufstand“, welches Informationen rund um den Stuttgarter Protest zentriert.

Das Blog sammelt u.a. Berichte der Presse, stellt juristische Informationen bereit und verweist auf kommende Veranstaltungen und ist damit ein wichtiges Instrument zur Organisation des Widerstandes. Christian Kloss von „urbanophil“ und Maria Brückner von „Zebralog“ demonstrierten zum Abschluss zwei Beispiele aus dem Feld der e-Partizipation. Kloss stellte eine Online Petition gegen die Städtebauförderungskürzung vor und Brückner schließlich ein Projekt welches eine Plattform für Bürgerbeteiligung für die Nutzung des Dresdner Neumarkts bereitstellte.

In einer Abschlussdiskussion wurden die verschiedenen Facetten der Konferenz noch einmal zusammengebracht. Bei Speis, Trank und Gesang klang der Abend in den Uferhallen langsam aus. Die gute Organisation und die Vielseitigkeit des Themenspektrums, sowie die schöne Location lassen darauf hoffen, dass die Konferenz im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet …

Weiter Informationen unter:

http://bloggingthecity.de/

Der mobile Ausstellungsbegleiter

Ab nächsten Montag können sich Besucher des Skulpturenparks in Köln Informationen zu den einzelnen Kunstwerken sowie deren Künstlern direkt auf ihrem Handy anzeigen lassen. Der sogenannte Mobile Art Guide ist ein neuartiges Ausstellungsinformationssystem und wird von der Stiftung Skulpturenpark Köln vorgestellt, wie report-k berichtet.

Wenn der Besucher mit der Kamera seines Mobiltelefons den Barcode, der auf jeder Hinweistafel mit Informationen zu Künstlername und Werktitel angebracht ist, fokussiert, lädt das System automatisch multimediale Informationen zu dem jeweiligen Kunstwerk.

Im Anschluss können dann mit dem Handy laut report-k neben Text- oder Bildinformationen auch Audioinformationen abgerufen werden. Um diese Funktion nutzen zu können, muss ein Barcode-Reader aus dem Internet heruntergeladen werden.

Auf dem Bild ist die Skulptur von Martin Willing aus dem Skulpturenpark zu erkennen.

Der mobile Ausstellungsbegleiter

Foto: D. Pfeil

Mit dem mobilen Ausstellungsbegleiter zeigt sich ein weiteres Beispiel, wie die neuen Medien einen einfachen und schnellen Zugang zu Infor-  mationen von unterwegs ermöglichen. In diesem Fall erfolgt der Ein-  satz der neuen Medien in der Freizeit, wo für interessierte Besucher die Nutzung des Mobile Art Guide mit Sicherheit einen Anreiz bietet.