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17. Breitband-Forum: Breit auf allen Kanälen zum Nutzer?

Szenarien alter und neuer Festnetz-Technologien als Grundlage der zukünftigen Breitband-Dienste

Nachdem Kupfer-Telefonleitungen alter Bauart in den vergangenen Jahren im Wettbewerb um die schnellsten Breitband-Anbindungen deutlich zurückgefallen sind, ist jetzt Aufholen mit Übergangstechnologien auf dem Weg zu FTTB/FTTH angesagt. Was aber passiert mit VDSL? Wie sind die ersten Erfahrungen mit Vectoring? Welchen Anteil des Netzverkehrs wird 5G auf sich ziehen? Und wie sieht es mit Technologien wie Internet-by-Sat aus? Diese und weitere Fragen werden auf der Veranstaltung behandelt. Die unterschiedlichen Zugänge sollen im Vergleich dargestellt und Perspektiven aufgezeigt werden – nicht zuletzt vor dem Hintergrund wesentlicher Anwendungen und Dienste, die Breitband benötigen.

100.00 € zzgl. MwSt. Kostenfreie Teilnahme für Vertreter der öffentlichen Hand.

Frühbucherrabatt: Bei Anmeldung bis zum 30.11. zahlen Sie nur 75 € zzgl. MwSt.

Agenda

  Moderation: Ekkehart Gerlach, Geschäftsführer, deutsche medienakademie, Köln
8.45 Uhr
Breakfast für Early Birds 
9.30 Uhr
Begrüßung
Haifeng Ling, Vice President European Region, HUAWEI TECHNOLOGIES Deutschland GmbH, Düsseldorf
9.45 Uhr
Einführung
Markus Laqua, Partner, BearingPoint GmbH, Düsseldorf
10.15 Uhr
Technologie im Übergang – Impuls-Statements

  • Marktorientierter Breitbandausbau
    Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für Breitbandausbau Deutschland, Telekom Deutschland GmbH, Bonn
  • Das Netz der Zukunft ist schon da: Perspektiven des Koax-Glasfaser Kabels
    Frank Meywerk, CTO Unitymedia KabelBW GmbH, Köln
  • DSL, VDSL und Vectoring – Übergangs-Technologie und Übergangs-Business Case?
    Ralf Jung, Geschäftsführer, WITCOM Wiesbadener Information- und Telekommunikations GmbH, Wiesbaden
  • G.fast – Status und Aussichten im Access-Technologie-Umfeld
    Lars Kuba, Senior Director Account Management Carrier & Service Provider, HUAWEI TECHNOLOGIES Deutschland GmbH, Düsseldorf

Diskussion

11.30 Uhr
Coffee & Cake
11.45 Uhr
Anwendungen und Dienste zwischen Übergangstechnologien und Glasfaser – Impuls-Statements

  • Bewegtbild All-Over-IP?
    Gernot Jaeger, Director Business Development / B2B TV Solutionsw, Zattoo International AG, Zürich
  • Das Ende des Papyrus?
    Roland Tichy, Geschäftsführer und Chefredakteur, Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH, Köln
  • Datenexplosion, Echtzeit Use-Cases… – Braucht Big Data immer mehr Breitband?
    Michael Hummel, CTO, ParStream GmbH, Köln
  • What’s Next in Broadband?
    Tim Brauckmüller, Geschäftsführer, Breitbandbüro des Bundes und Geschäftsführer, atene KOM GmbH, Berlin

Diskussion

13.00
Von 1994 (Super Information Highways, Al Gore) zu 2014 (Moderne Netze für ein Modernes Land – Schnelles Internet für Alle – Antrag der Koalitionsfraktionen im Bundestag): Eine schnelle Entwicklung?
Diskussion

  • Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer, BREKO e.V., Bonn
  • Georg Matzner, Referatsleiter, Technologiepolitik und -förderung, Informationstechnologie, Telekommunikation, Post im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
  • Florian Rentsch, MdL und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Wiesbaden
  • Cornelia Weis, Abteilungsleiterin, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, Mainz
13.45 Uhr
Fazit 
14.00 Uhr
Imbiss & Networking

Mobile Datennutzung: Occupy the Downlink

In Anbetracht der zunehmenden Verbreitung von Laptops, Smartphones und Tablets verwundert es kaum, wenn das Britische Beratungsunternehmen Arieso berichtet, dass die weltweite Datennutzung stetig steigt.

Interessant an dem nun veröffentlichten Bericht ist jedoch die stark variierende Nutzung von mobilen Internetverbindungen. Eine 24-stündige Stichprobe, die im November 2011 unter 1.1 Millionen Kunden eines europäischen Mobilfunkanbieters erhoben wurde, ergab, dass 1 Prozent der Nutzer für die Hälfte des gesamten Datenumsatzes verantwortlich war. Die obersten drei Prozent der stärksten Nutzer verursachten sogar 70 Prozent des gesamten mobilen Datenaufkommens.

Während sich die Netzbetreiber und Gerätehersteller an steigenden Einnahmen durch kostspieligere Verträge und Endgeräte erfreuen, machen die steigende Verbreitung und starke Gerätenutzung den weiteren Ausbau der Netze unumgänglich. Insbesondere in Großstädten in Europa und den USA kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Datenübermittlung, die schlimmstenfalls in abgebrochenen Anrufen oder nichtladenden Webseiten gipfeln.

Den Unmut der Nutzer über diese Situation hat hierzulande zuletzt O2 in Form der Aktion „Wir sind Einzelfall“ zu spüren bekommen. Innerhalb von kürzester Zeit wurden die Beschwerden von 7.700 Nutzern (Stand 29.11.2011) gesammelt und die Presseabteilung der Telefonica Tochter musste eingestehen, dass der Netzausbau mit dem derzeitigen Smartphone-Boom nicht Schritt halten kann.

Da anzunehmen ist, dass das Wachstum bei mobilen Endgeräten und die damit verbundene Datennutzung in naher Zukunft nicht wesentlich abebben werden (laut Ericsson sind derzeit „erst“ 13.2 Prozent der weltweit 6.1 Milliarden Handys Smartphones) bleibt abzuwarten, wie Netzbetreiber auf die bestehenden Probleme reagieren. In den USA werden „unbegrenzte“ Angebote mittlerweile mit einer Obergrenze beim Datenvolumen versehen. Nutzer, die auch nach Erreichen dieser Grenze weiterhin im Internet unterwegs sein möchten, werden zusätzlich zur Kasse gebeten.

Breitbandatlas zeigt räumliche Unterschiede in der Versorgung mit dem Internet

Wollen Sie vielleicht umziehen und dazu wissen, wie gut die Breitbandversorgung in den Stadtquartieren ist, für die Sie sich interessieren? Dann ist dies ein guter Grund, die jüngst aktualisierte Webseite www.zukunft-breitband.de des Bundeswirtschafts-ministeriums aufzusuchen.

Zukunft BreitbandDort finden Sie einen interaktiven Atlas, der kleinräumig Auskunft über die jeweilige Breitbandverfügbarkeit gibt. Sie können sich die Bandbreiten in fünf Stufen (>1, >2, >6, >16, >50 Mbit/s) einstellen, können zwischen drahtlosen und leitungsgebundenen Technologien wählen und sich dann die Breitbandverfügbarkeit in Prozent der Haushalte bundesweit anzeigen lassen. Auch können Sie nach Bundesland, Kreis, Postleitzahl, Stadt, Gemeinde, Ortsteil, Vorwahl, Regionen oder Landschaftseinheiten differenzieren.

Zukunft Breitband 2Nicht nur für Geographen, die Spaß an der Analyse unterschiedlicher räumlicher Verteilungsmuster haben, ist dieser Atlas dadurch eine interessante Angelegenheit.

Anzahl der Breitbandanschlüsse steigt

Die Anfang 2009 aufgestellte Breitbandstrategie der Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis Ende 2010 flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar zu machen. Ebenfalls sollen bis 2014 für 75 % der Haushalte in Deutschland Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit/Sekunde verfügbar sein.

Laut einer Presseinformation des Verbandes BITKOM steigt die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland. In diesem Jahr erhöht sich die Anzahl der Haushalte, die einen Breitbandanschluss nutzen, um rund    9 % auf 26,5 Mio. Haushalte. Diese machen zwei Drittel aller Haushalte in Deutschland aus, die einen schnellen Zugang zum Internet nutzen.

Im Vergleich dazu lag nach Angaben des BMWI die Anzahl der Haushalte mit Breitbandanschluss Anfang 2009 mit etwa 60 % bei 23 Mio. Haushalten. Der weitere Anstieg der Breitbandnutzung bis Ende des Jahres 2011 wird auf 28,5 Mio. Haushalte prognostiziert.

Weitere Informationen zum Thema Breitband und Breitbandausbau in Deutschland bieten die Homepage des BMWI und die Broschüre zur Breitbandstrategie der Bundesregierung.

Mehr Verkehrssicherheit durch WLAN

Im Sommer soll nach Informationen von Golem und GMX eine 50 km lange Teststrecke mit WLAN-Netz auf der A19 und A20 in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet werden. Im Rahmen der „Intelligenten Straße“ sollen entlang der Teststrecke Antennen installiert werden, welche Daten an die vorbeifahrenden Autos senden und von ihnen empfangen können.

Das Projekt wird von Forschern der Universität Rostock vorangetrieben und vom Bund und dem Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Die Gesamtkosten betragen laut dem Handelsblatt eine halbe Million Euro. Die Forscher können sich in einigen Jahren eine flächendeckende Verfügbarkeit des WLAN auf deutschen Autobahnen vorstellen, falls das Projekt erfolgreich verläuft.

Ziel ist neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Optimierung der Verkehrsflüsse und eine Entlastung des Verkehrs. Durch die schnelle Informationsübertragung zum Beispiel von Geschwindigkeit und Anzahl der Autos können Staus erkannt und rechtzeitig die Geschwindigkeit reguliert werden.

Ebenfalls können Abstandswarnungen erfolgen, Unfallmeldungen oder Angaben zum Straßenzustand übertragen werden. Für Ärzte ist an Unfallstellen Nutzung für den Austausch mit Spezialisten denkbar. Technische Herausforderungen entstehen bei dem Projekt durch die hohe Geschwindigkeit der Autos, welche die schnelle Übergabe der Informationen zwischen den Hot-Spots erfordert.

In Österreich wurde bereits 2006 ein solches Projekt auf einer Teststrecke erprobt. Die Ergebnisse sind leider nicht bekannt. Auch gab es 2009 ein Forschungsprojekt des Telekommunikationskonzerns Ericsson mit dem Titel „Cooperative Cars“, bei welchem Mobilfunklösungen zur Steigerung der Sicherheit im Verkehr untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass eine rechtzeitige Information über kritische Verkehrssituationen die Sicherheit erhöht. Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

Durch die WLAN-Einrichtung könnte also die Sicherheit für viele Autofahrer auf der Straße deutlich erhöht werden. Eine Zeitersparnis durch die Umfahrung von Staus durch eine frühzeitige Information wäre mit Sicherheit eine positive Entwicklung im Alltag.

Die Frage ist, ob eine automatische Regulierung durch die Technik in der dargestellten Form erfolgreich und eine flächendeckende Installation an den Autobahnen rentabel ist, auch wenn sich eine Sicherheitserhöhung in vorherigen Projekten gezeigt hat.